Apr 10

Vintage, Shabby Chic und die Rückkehr des Stils

Wer gerne mal über Flohmärkte schlendert, entdeckt sicher das eine oder andere Möbelstück. Ich meine nun freilich nicht jene berühmten ultraschweren Eichenschränke, die früher der Stolz eines jeden Bauernhauses waren und die heute trotz oder gerade wegen ihrer Massigkeit von so manchen Interessierten benutzt werden, um das eigene Heim möglichst effektiv zu verdunkeln. Vielmehr geht es um Vintage Shabby Chic Möbel, die zwar manchmal auch schwer, immer aber von pfiffiger Eleganz sind und deren Nachbau uns mittlerweile in fast jedem Möbelmarkt anlacht.

Shabby Chic Möbel lassen sich relativ einfach und schnell aus Vintage Möbeln herstellen

Shabby Shic BettZu Kaufen gibt es Vintage Möbel wie erwähnt mit ein wenig Glück auf dem Trödelmarkt. Doch ist es eher selten, dass man dort einen echten Nierentisch aus den 60ern findet oder einen „Egg Chair“ von Arne Jacobsen. Solche Stücke sind besonders teuer, weil sie als wertvolle Sammlerobjekte gelten. Allerdings lässt sich auch heute noch so manches Schnäppchen machen, werden doch weiterhin Wohnungen aufgelöst und nicht jeder ist sich dabei über die besonders eleganten Möbelstücke im Klaren. Mancher hält Vintage, gerade wenn es zum Beispiel aus der Epoche des Bauhauses oder gar dem Industriedesign entstammt, für seltsam unförmige Möbel. Andere wiederum verehren diesen Stil und würden fast alles dafür tun, so etwas einmal selbst ihr eigen zu nennen. Da nun die Trödler oft eher wenig anbieten, die Originale natürlich für die meisten Geldbeutel zu teuer sind, haben sich auch die großen Möbelanbieter vor Ort und im Internet auf diese Art der Einrichtung spezialisiert – mit allen bekannten Abstrichen bei Qualität, Gestaltung und Material. Man wird im Roller keine echte Qualität finden, dort entscheidet der Preis. Per se ist das auch nicht schlecht, denn so kann jeder den Vintage Stil wählen, wenn das gefällt. Allerdings kann es sein, dass auf Alt getrimmtes dann nicht lange hält, eben weil das Material oder die Farbe aus China kommen. Und ständig neue Möbel kaufen wollen die wenigsten!

Es gibt darüber hinaus auch noch Händler, die sich spezialisieren und die sicher zu den mit Abstand besten Adressen für Vintagemöbel zählen dürften. Auch gibt es Händler die speziel auf schon abgenutze Möbel im Shabby Chic Stil spezialisiert sind. Dort wird man sehr gut beraten und hat die Sicherheit eines Originals. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Glück hat und einen echten Klassiker ergattert oder aber beim Stöbern etwas aus der Gegenwart entdeckt: Zeitgenössische Designer haben den Trend ebenfalls aufgenommen und kombinieren unterschiedlichste Stile in neuem Gewand. Das ist oft innovativer als so manches Original Stück und deshalb definitiv auch eine Überlegung wert.
Vorsichtig sollte man bei allzu offensichtlichen Angeboten. Oft werden angebliche Originale für wenig Geld angeboten, was genauso stutzig machen sollte wie der Picasso für 1000 Euro. Beides sind Fälschungen und wer nicht aufpasst, bezahlt am Ende für eine Kopie aus China beinahe den echten Preis. Leider wurden Möbel früher eben nicht gekennzeichnet und das Nachverfolgen der Schmugglerspuren ist gar nicht so einfach. Allein das Material und vielleicht eine Siegelung / Prägung geben Sicherheit. Ersteres freilich kann nur der Fachmann beurteilen. Ein Grund mehr also, sich vorrangig an diesen zu wenden!

Einrichten und Gestalten

Vintage als Stil erfordert Raum und eine kreative Bereitschaft zum Einrichten. Vintage Möbel sind, gleich ob kopiert oder im Original vorhanden, immer eine Präsenz immer Zimmer, sie ziehen Blicke auf sich und haben das die Fähigkeit der Auf- und auch der Abwertung von Räumlichkeiten. Ersteres ergibt sich natürlich aufgrund ihrer speziellen Gestaltung, aufgrund ihres Materials und nicht zuletzt aufgrund ihrer eigentlichen Ausstrahlung. Da sie nicht in unsere Zeit zu passen scheinen, sind es oft Einzelstücke, die einen Raum beherrschen – worin ein große Gefahr liegen kann! Wer nicht gerade auf atonales Einrichten steht und stattdessen an Symmetrie und Harmonie interessiert ist, sollte sich darüber im Klaren sein. Auch kann es sein, dass die Wohnung plötzlich einem Museum gleich und man von Besuchern eher mitleidige als bewundernde Blicke erntet. Deshalb sollte die Einrichtung genau auf den Vintage Stil abgestimmt werden. Das ist nicht schwer und es kommt auch hier auf die Mischung an. Vintage Möbel lassen sich sehr gut mit anderen Epochen, selbst ganz aktuellen, verbinden – wenn man ihre Präsenz anerkennt und würdigt. So sollten beispielsweise Sessel von Arne Jacobsen nicht unbedingt direkt nebeneinander stehen, sie brauchen Platz und Freiraum, um ihren Einfluss entfalten zu können. Immer sind Vintage – Möbel eher dominant als devot und sie sollten auch so behandelt werden.
Boden und Wände sollten keineswegs überladen sein, etwa mit vielen Bildern oder gar grellen Farben. Letzteres kann zwar für das Möbelstück selbst gelten und es kann durchaus gelingen, wenn man eine Vintage – Lampe grell anstreicht. Mit Kontrasten lässt sich gut arbeiten, aber es sollte auf jeden Fall passen! Vintage – Möbel halten viel aus, sie sind oft richtig starke Objekte und können deshalb selbst durchaus bunt und knallig auftreten. Das Zusammenspiel mit anderen Möbelstücken hingegen muss immer gut durchdacht werden, zu deutlich kann sonst der ungeheure Charakter eines Vintage – Teils wirken. Letztlich entscheidet jedoch immer der persönliche Geschmack.

Aber lohnt sich der Kauf überhaupt?

Wir wir nun wissen, sind Vintage und Shabby Chic Möbel nicht ganz leicht zu kombinieren, dazu schwer erhältlich und außerdem ziemlich teuer. Warum also all die Mühe und das Geld investieren? Ganz einfach: Weil Möbel und gerade solche aus den genannten Epochen die eigene Wohnung und das Haus aufwerten und verschönern. Sie bieten zudem einen echten Anspruch, der den persönlichen Geschmack unterstreicht. Das wird dann auch den Gästen klar, denen Vintage – Elemente natürlich viel eher auffallen und gefallen, als die übliche Einheitssauce von Ikea. Einst wurden Möbel auch für die Repräsentation gebaut, was uns heute leider verloren gegangen ist. Ich meine hier nicht das Bestreben zum Beispiel vieler Russen, möglichst alles in (Katzen)Gold zu kleiden, am liebsten auch sich selbst. Das ist gerade ein besonders grober Ausweis von Geschmacklosigkeit und stellt die pure Sucht nach Bedeutung (oft bedeutungsloser Personen) dar. Nein, Geschmack zeigt sich vor allem in der Auswahl von Kleidung, Stil und gerade auch Möbeln. Wer sich Vintage ins Haus holt, gleich ob es nun ein teures Original oder nur eine Nachbildung ist, der beweist zumindest die eigene Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Stil und Stilen. Wie beschrieben lässt sich Vintage nicht einfach neben die Ikea – Truhe stellen, außer es handelt sich um Vintage von Ikea. Also erfordert das Einrichten ein wenig Umsicht, was Menschen, die gar keine Ahnung und auch keine Lust auf Geschmack haben, wahrscheinlich nicht nachvollziehen wollen. Das ist in Ordnung, die Menschen können meiner Meinung nach nicht verschieden genug sein, aber es sollte doch bitteschön nicht zur Verpflichtung werden.

Vintage und Shabby Chic lohnt sich immer, aber eben nur, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen. Wer das Möbelstück nur will, weil es ihm alt und wertvoll erscheint, sollte es von mir aus einpacken und irgendwann an jemanden weiterverkaufen, der es sich leisten kann und der zugleich den ästhetischen Wert solchen Interieurs auch anerkennt. Und es gibt sicher viele Menschen, die durchaus Geschmack haben, sich Originale nicht leisten können. Es ist dann völlig in Ordnung zu Ikea zu gehen und die Neubauwohnung mit falschem Vintage aufzuwerten. Der Mensch bleibt auch in seiner tiefsten sozialen Stufe ein möglicher Künstler und Kunstepochen sind schließlich nur deshalb überhaupt entstanden, weil diese ästhetische Sehnsucht in uns allen wohnt. Versuchen und Ausprobieren sind allemal mehr Wert als kluges Daherreden und verbohrtes Fachidiotentum.

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Mar 31

Was man beim Kauf eines Wasserbettes beachten sollte

Wasserbetten MoebelhaendlerWasserbetten sind trendy, sie fördern die Gesundheit und versprechen erholsamen Schlaf. Freilich ist die Auswahl des richtigen Modells keine einfache Sache und ich will deshalb hier mal ein wenig dazu Auskunft geben.

Interessierten steht eine Unmenge an Systemen, Komponenten und Händlern zur Verfügung, den eigenen Vorstellungen sind kaum Grenzen gesetzt. Wer solch eine Schlaffstatt erwerben will, sollte sich auch ein bißchen zumindest über die eigenen Vorlieben im Klaren sein. Immer lohnt sich das Vergleichen, auch und gerade im Internet. Der Kauf selbst kann aber online eine heikle Sache sein, denn wenn wirklich mal ein Problem auftritt, ist der Service oft mies oder auch gar nicht vorhanden. Und es vieles möglich: Das Vinyl kann reißen, Wasser austreten und es können sich Schimmel bilden. Schon allein das Befüllen und Entleeren ist zwar simpel, dürfte jedoch dem einen oder anderen schwer fallen. Wie gut, wenn es da einen Fachhändler um die Ecke gibt, der gerne weiter hilft. Er informiert über Hard- und Softside – Betten und findet mit dem Kunden garantiert das passende und dauerhaft liebenswerte Modell.

Vor allem scheinbar sehr billige Angebote strotzen oft vor Mängeln und so empfiehlt es sich, beim Wasserbett unbedingt ein paar Euro draufzulegen und nicht das erste beste zu erwerben. Auch da hilft der Fachhändler weiter und er wird sicher von einer bunten Matratze abraten, wenn diese im zum Beispiel schlecht verarbeitet ist. Dazu kommen Komponenten, die gleichfalls immer funktionieren sollten.

Deshalb achtet man im Gespräch oder in der Werbung vor allem auf das angepriesene Material und vor allem auf den offerierten Service. Spezialisierte Verkäufer neigen bei Wasserbetten eher weniger zum Betrug, denn solches wäre ungemein Ruf schädigend. Vielmehr wird gern Auskunft erteilt und im Zweifelsfall schnell und unkompliziert geholfen. Montage und Aufbau sollten ebenso im Preis mit drin sein und wer will, kann sich das auch gerne garantieren lassen. Steht beispielsweise ein Umzug an, helfen seriöse, gute Händler gern beim Abbau, vielleicht auch beim Aufbau, wenn dieser in der Nähe durchzuführen ist.

Wasserbetten sind der Gesundheit förderlich, gerade für Allergiker und Menschen mit Rückenproblemen stellen sie eine ungeheure Erleichterung dar. Ihr Preis ist jedoch nicht niedrig, weshalb sich die Anschaffung auch lohnen sollte – dauerhaft.

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Mar 11

Einfach mal durchs Web segeln…

Leute – seid mir ganz herzlich Willkommen! Ich hab mich einfach entschlossen, mal einen Blog über Trends und dergleichen zu eröffnen, weil es mich ungeheuer nervt, dass so viele Foren und Blogs über Trends berichten, die entweder keine sind oder die schon längst auslaufen. Ich finde es ja wirklich toll, dass über solche Medien hier jeder sich äußern kann und die meisten dann auch gelesen werden, aber oft ist es dann eben auch wie auf jenen Parties, wo einer unfassbaren Blödsinn erzählt und alle anderen zuhören, nur weil sie keine Ahnung haben oder zu betrunken sind. Sie gehen dann nach Hause und erzählen vielleicht genau diesen Unsinn weiter, stolz darauf, dies erfahren zu haben. Und schon zieht das seine Kreise und irgendwann denken alle, das wäre die Wahrheit.

Es ist ja auch nicht schlimm, wenn ein wenig Blödsinn in der Welt ist, das würzt und unterhält. Wenn aber die Masse nicht mehr weiß, dass es eben auch besser geht und man das eigene Denken auch verbessern kann, halte ich das für ein echtes Problem. So haben sich beispielsweise Blogs etabliert, die einfach nur sinnfreie Tagebucheinträge sind, die aber den Anschein erwecken, es handle sich bei wirklich wichtigen Themen immer um einen gut recherchierten Beitrag. Wo bleibt denn da noch der Anspruch auf Wahrheit? Wer herumlügen und angeben soll, der soll sich in den einschlägigen Foren herumräkeln und dort sein Blech zum Besten geben. Ein Blog jedoch, der informieren und erklären will, sollte diesen Anspruch auch einigermaßen einhalten. Nochmal: Ich halte die neuen Medien für eine geniale Sache, sie fördern Kommunikation und Kreativität ungemein. Aber sie dürfen nicht beliebig agieren und vor allem keine Unwahrheiten verbreiten. Wer schreibt, hat auch Verantwortung und noch bis heute gilt Platons altes Diktum, nachdem die Schrift bei allen Vorteilen immer auch das Problem der starren und unveränderlichen Position darstellt. Was einmal geschrieben wurde, das wurde geschrieben! Die leichte Abänderung des bekannten Zitats von Pontius Pilatus trifft das Problem auf den Kern: Wer einen Beitrag liest und ihn für wahr hält, wird die Information eventuell auch weiterverbreiten. Nun kann man natürlich darüber spekulieren und endlos nachsinnen, was falsche Informationen nicht alles bewirken in dieser Welt, allein ich finde die Wahrheit immer noch den besseren Weg.

Zugegeben, ich bin kein Wissenschaftler und kein Nobelpreisträger. Aber ich versuche, die Dinge und damit eben die Trends, die aktuellen und die einstmals gültigen, zu verstehen und sie entsprechend darzustellen. Deshalb werde ich in meinen ersten Beiträgen auch auf den Trend an sich eingehen, um eine wenigstens halbwegs tragbare Basis für meine Beiträge aufzubauen.

Blindes und zielloses Daherreden ist eben nicht mein Ding und ich hoffe trotzdem auf einige Leser.

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